06.12.2007

Frühe interaktivierte Anbieter

Als interaktive Frühstarter identifizierten die Experten korrekt die Informationsdienste, Börsenpublikationen, Fernsehzeitschriften, Politik-Magazine, Wirtschaftsblätter und mit deutlichem zeitlichen Verzug das interaktive Fernsehen. Für diese Anbieter sind die 1995 verfügbaren Darstellungsmittel jedoch zu laut, zu bunt, zu wild und nur von technologisch versierten Insidern zu verstehen. Reaktion der Gesellschaft, Chancen für das Individuum Die Gesellschaft wird durch die zunehmende Interaktivierung auf vielfältige und tiefgehende Weise umgestaltet. Neue Branchen werden entstehen und durch verringerte Transport- und Reisewege ergeben sich neue Möglichkeiten der internationalen Arbeitsteilung, Offshoring und Business Process Outsourcing. Nichtnutzer der interaktiven Medien werden zunehmend diskriminiert und auf dem Arbeitsmarkt weniger nachgefragt. In der Privatsphäre bietet die generelle Interaktivierung der Gesellschaft jedoch hauptsächlich große Chancen, indem der Einzelne seinen Horizont drastisch erweitern kann durch die scheinbar grenzenlosen Wissensvorräte. Die Arbeit wird einfacher und interaktiver zugleich, weil Mitarbeiter permanent erreicht werden können. Der hierdurch schwindende Verwaltungsaufwand zahlt sich in niedrigeren Lohnnebenkosten aus und wird sich für hochqualifizierte Mitarbeiter auch direkt in steigenden Gehältern niederschlagen. Deutlich wurde jedoch auch das Risiko gesehen, dass die interaktive Kommunikation die Realität der Menschen zu verzerren beginnt.