Der weltweite Trend zu Einzelkindern fördert die soziale Vernetzung, weil eine Vielzahl als angenehm empfundener Kontakte durch den Wegfall der Familien nicht mehr als von sich aus gegeben angenommen werden kann. Investitionen in den Social Graph dienen damit direkt der BMO und werden als lohnend aufgefasst. Im Rahmen der Globalisierung und Ausdifferenzierung der Interessen werden Ländergrenzen nicht mehr als existent wahrgenommen. In virtuellen Räumen gibt es noch Sprachgrenzen für die unteren sozialen Schichten und inhaltliche Verständigungsprobleme, wenn die sozialen und kulturellen Codes nicht kompatibel sind. Effiziente Optimierungen sind nur dann interpersonell vermittelbar, wenn ein MindestSet an gemeinsamen Codes zur Verfügung steht.
Waren in den Studien zur Interaktivierungstendenz noch wertfrei Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt worden, die erst einmal gleich berechtigt neben einander existieren können, zeigt die BMO Studie, dass es doch eines intelligenten Designs bedarf. Das Design setzt auf die interaktive Rückkoppelung, die von aussen Stehenden als blinde Evolution oder Chaos wahr genommen wird. Optimierte Personen und andere soziale Konstrukte sehen jedoch die dahinter stehende Ordung, bzw. die indirekt wirkenden Ordnungsprinzipien.
Die reflexhafte Abwehr gegenüber diesen Thesen (für die es überprüfbare empirische Belege gibt) ist selbst ein Beleg für Nichtkommunikation zwischen optimierten und nicht optimierten Personen. Die Wikipedia-Diskussion und ihr destruktiver Ausgang sind gewollt, auf die Trolle dort ist nunmal Verlass. Im Land der intellektuellen Schrebergärten und kleinen sozialen Netze wird es Jahre dauern, um diese Gedanken durchsetzen zu können.
Die Lösungen werden von Außen kommen und dann - wie bereits seit Jahrzehnten - hier nur noch lokalisiert.