4. Mensch - Mode - Modem
Wenn wir davon ausgehen, daß wir unsere Bedürfnisse nicht deshalb grundlegend ändern, weil es eine neue Technik gibt, müssen wir erwarten, daß die betrachteten Modem-Menschen auch in Zukunft Kino, Luxus, Exklusivität, Qualität, Print als adäquat empfinden werden. Es kristallisiert sich ein Lebensprinzip heraus: Selektiviät. Man wählt einen Film, den man sich im Kino konzentriert ansieht. Man sucht exklusive Geschäfte auf, um sich beraten zu lassen. Man schätzt Qualität und akzeptiert ihren Preis. Man investiert Zeit und Geld, um zu finden, weil man weiß was man sucht.
Kino, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften kosten Geld und Konzentration, bieten aber maßgeschneiderte Information und Zerstreuung. Online-Dienste kosten Geld und Konzentration. Bieten sollten sie maßgeschneiderte Information und Zerstreuung. Und wie andere Medien auch: Chancen der sozialen Interaktion und Integration, Stärkung der individuellen Identität. Um diese Behauptungen, die sich aus Sekundäranalysen von Studien ergaben, zu überprüfen, mußten wir die Menschen, die Online-Dienste heute schon nutzen, befragen. Wir taten dies telefonisch in Kooperation mit dem Martkforschungsinstitut Will & Partner, Augsburg. Ergebnis ist eine Untersuchung mit dem Namen "ALICE", die uns viele grundlegende Denkanstöße gab. Sie wird ergänzt durch eine Umfrage, die wir seit 15. 12. 1995 direkt im Internet durchführen.