Die ursprünglich aus den USA stammenden Angebote wie CompuServe, AOL, Prodigy, Interchange und Internet konnten in Deutschland im Jahre 1995 noch keine sehr großen Nutzerzahlen vorweisen. Das deutsche Bildschirmtext / BTX / Datex J System (später T-Online) wurde erst totgesagt, dann wieder neu ingeführt, vermochte sich jedoch nicht flächendeckend zu etablieren. Das erste Scheitern von BTX, das nie eine Massenreichweite aufbauen konnte, machte viele Verleger, Verbände und Industrieunternehmen extrem skeptisch gegenüber technischen Neuerungen. Dabei lagen die Gründe für das Scheitern in der Technik und in den Schnittstellen zum Konsumenten und nicht in der Interaktivierung selbst. Die Anbieter berücksichtigten die Interessen der Nutzer nur unzureichend und ignorierten damit, dass im Wettkampf der Systeme das Design das wichtigste Verkaufsargument ist. Mit dem Start des "freien" Internets über Internet Service Provider und den ersten grafischen Nutzeroberflächen änderte sich dies dramatisch.