06.12.2007

Trend zur Internationalisierung der Mediennutzung

Professionelle Zielgruppen sind stark international orientiert, weil sie gerade in Deutschland, Japan und zunehmend China sehr exportorientiert arbeiten, in internationalen Firmen angestellt sind und / oder mit Outsourcing und Offshoring Partnern weltweit agieren müssen. Entsprechend greifen diese Zielgruppen verstärkt auf internationale interaktive Medien zu, weil sie diese über Landes- und Sprachgrenzen hinweg verfügbar machen können. Der Blick von "außen", den nur internationale Medien bieten können, jedoch auch der Blick nach "draußen", den über das Internet verfügbare lokale Medien zur Verfügung stellen, verändern die eigene Perspektive. Lokale Massenmedien verlieren hierdurch in gebildeten Schichten ihr Agenda Setting Potenzial und ihre Deutungshoheit, weil sie in einen stark differenzierten Medienkontext gestellt werden können. Durch den direkten Zugriff des interessierten Medienkonsumenten auf die internationalen "Inspirations-Quellen" lokaler Medien (z. Bsp. New York Times, The Wallstreet Journal, News.com) wird deren vermeintlicher Informationsvorsprung entlarvt, letztlich fällt damit die thematische Deutungshoheit wieder auf die Originalquelle zurück.