Hermann Maurer übt mal wieder "scharfe Kritik an Googles Informationsmacht" und fordert gegenüber Technology Review, ein "Anti-Trust-Verfahren" einzuleiten, den Markt der Suchmaschinen damit einer Regulierung zu unterwerfen.
Kein Wunder, dass sich Google nicht beim Österreicher Maurer meldet, sind doch die meisten seiner gedanklichen Konstruktionen nicht fundiert, manche wiedersprechen gar den nachprüfbaren Fakten. Harte Worte gegenüber einem Professor für das Fachgebiet, in das Google aus seiner Sicht fällt ? Die Fehleinschätzungen Maurers wurden an anderer Stelle bereits erläutert: in den Artikeln "Kampf dem Großen Bruder", "Text Culture without Brain", "Unkontrollierte Interaktivierung" und in der Studien-Zusammenfassung von Interaktivierung.net.
Sollte Maurer einen Kampf gegen die Googleschen Windmühlen fortsetzen wollen, hat er nun in kurzer Zeit drei Teilniederlagen erlitten, wie er selbst zugibt:
1. Google reagiert auf seine Vorwürfe & Vorschläge nicht
2. Die EU Kommission reagiert auch nicht, stattdessen entwickeln sich Quaero und Theseus in unterschiedliche Richtungen
3. Der "europäische Hoffnungsträger" FAST (Hoffnung war auch notwendig, da das Unternehmen mehr Verlust als Umsatz einfährt) wurde von Microsoft übernommen und damit ist der letzte Ernst zu nehmende Mitbewerber auch in "amerikanischer Hand", dem Zugriff von regionalen Subventionen und europäischer Regulierung weitgehend entzogen.
Maurer befürchtet, dass Google in 10 Jahren "stärker als jeder Staat ist", ein Monopolist, "der nicht akzeptierbar ist".
Und was er nicht sagt: Google wird keine Subventionen für Forschungsprojekte bezahlen (direkt oder indirekt über Steuern), die nie ein funktionsfähiges Produkt abliefern. Eher stellt man - fähigere - Forscher als Maurer ein, die solche Produkte intern entwickeln und dann über offene Schnittstellen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.
Klar dass er dies nicht akzeptieren kann, denn er gehört zu den Interaktivierungsverlierern des Jahres 2008. Da hilft nur noch ein Besuch bei Glaubenssache.net !