29.01.2008

Interaktivierung "alter" Medien

Caroline McCarthy von "the social" fasst zusammen:

Google-Mitarbeiter denken: Alte Medien sind nicht tot, sie müssen nur Google-isiert werden (um zu überleben).

Nur: wie stark muss das Denken aus Mountain View (die Sicht von Ingenieuren) die Madison Avenue (die Sicht der Werbewirtschaft) erobern ?

Mehrere hundert New Yorker aus der Media & Marketing Szene füllten einen Raum im Bürogebäude Google's in Chelsea, um genau dies herauszufinden. Sie trafen auf ein eine Gruppe von Google-Anzeigenverkaufsmitarbeitern aus unterschiedlichen Abteilungen und Branchen. Anlass war das Januar-Treffen der New Yorker Werbewirtschaftsvereinigung.

Die Grundaussage war, dass Google die gleiche effiziente Werbemethode, die sich im Internet als erfolgreich erwiesen hat, nun für weitere Medienformen wie Gedrucktes, Fernsehen und Radio weiter entwickeln wird - eine Botschaft, auf die Werbeagenturen hören sollten.

Das Hauptargument für die Überlegenheit der Google-Werbung ist, dass sie Werbungtreibende und Konsumenten genau in dem Moment miteinander in Kontakt bringt, in dem es für beide Seiten ausschlaggebend ist. Neben dem immer notwendiger werdenden exakten Zuschneiden von Werbung auf immer kleiner werdende Zielgruppen sieht Google eine absolute Notwendigkeit, die bisher kaum modernisierten Abläufe in der Werbeschaltung zu rationalisieren.

Hierzu arbeitet Google mit dem weltweit größten Marktforschungsunternehmen The Nielsen Company zusammen, um noch mehr demografische Daten z. Bsp. über die Nutzer von TV-Sendungen zu gewinnen. Desweiteren findet eine komplette Neustrukturierung der Radio-Kampagnenplanung, - Streuung und Abrechnung statt, damit auch dieser Medienbereich zu neuer Stärke finden kann.

Bei gedruckten Medien will Google eine einzige Schnittstelle bieten, über die verfügbare Anzeigenplätze gefunden, gebucht und abgerechnet werden können.

TV-Anzeigen im Internet stehen hingegen noch am Anfang, da es sich um ein sehr stark von Gemeinschaften getriebenes Umfeld handelt. Ebenso sieht es bei Werbung auf mobilen Geräten aus, wofür noch nicht einmal ein Geschäftsmodell besteht, weil dieser Bereich sich gerade erst entwickelt.

Werbung in sozialen Netzwerken soll ein großes Wachstum erfahren, dies wird Auswirkungen auf bisher nicht interaktivierte Internetangebote haben, weil es sich um eine dauerhafte Tendenz handelt: die Interaktivierungstendenz.

Insgesamt hatte dieses Treffen für beide Seiten Vorteile: Google lernt von den Werbeagenturen viel über die Märkte, Nutzerschaften und Werbungtreibenden - diese wiederum erhalten durch Google die Werkzeuge und Möglichkeiten, im Internet, auf mobilen Geräten und auch in traditionellen Medien erfolgreicher zu werben, bzw. ihre Marketingziele zu erreichen.

Der Original-Artikel (hier gekürzt und mit für Deutschland spezifischen Fachbegriffen ergänzt) erschien am 28. Januar 2008 bei News.com / News Blogs / the social: Caroline McCarthy von "the social" fasst zusammen: "Googlers. Old media's not dead, it just hast to be Google-ized", by Caroline McCarthy, New York.

25.01.2008

Interaktivierungsverlierer II: Die Betreiber von isolierten wissenschaftlichen Suchmaschinen

Hermann Maurer übt mal wieder "scharfe Kritik an Googles Informationsmacht" und fordert gegenüber Technology Review, ein "Anti-Trust-Verfahren" einzuleiten, den Markt der Suchmaschinen damit einer Regulierung zu unterwerfen.
Kein Wunder, dass sich Google nicht beim Österreicher Maurer meldet, sind doch die meisten seiner gedanklichen Konstruktionen nicht fundiert, manche wiedersprechen gar den nachprüfbaren Fakten. Harte Worte gegenüber einem Professor für das Fachgebiet, in das Google aus seiner Sicht fällt ? Die Fehleinschätzungen Maurers wurden an anderer Stelle bereits erläutert: in den Artikeln "Kampf dem
Großen Bruder", "Text Culture without Brain", "Unkontrollierte Interaktivierung" und in der Studien-Zusammenfassung von Interaktivierung.net.

Sollte Maurer einen Kampf gegen die Googleschen Windmühlen fortsetzen wollen, hat er nun in kurzer Zeit drei Teilniederlagen erlitten, wie er selbst zugibt:

1. Google reagiert auf seine Vorwürfe & Vorschläge nicht

2. Die EU Kommission reagiert auch nicht, stattdessen entwickeln sich Quaero und Theseus in unterschiedliche Richtungen

3. Der "europäische Hoffnungsträger" FAST (Hoffnung war auch notwendig, da das Unternehmen mehr Verlust als Umsatz einfährt) wurde von Microsoft übernommen und damit ist der letzte Ernst zu nehmende Mitbewerber auch in "amerikanischer Hand", dem Zugriff von regionalen Subventionen und europäischer Regulierung weitgehend entzogen.

Maurer befürchtet, dass Google in 10 Jahren "stärker als jeder Staat ist", ein Monopolist, "der nicht akzeptierbar ist".

Und was er nicht sagt: Google wird keine Subventionen für Forschungsprojekte bezahlen (direkt oder indirekt über Steuern), die nie ein funktionsfähiges Produkt abliefern. Eher stellt man - fähigere - Forscher als Maurer ein, die solche Produkte intern entwickeln und dann über offene Schnittstellen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

Klar dass er dies nicht akzeptieren kann, denn er gehört zu den Interaktivierungsverlierern des Jahres 2008. Da hilft nur noch ein Besuch bei Glaubenssache.net !



07.01.2008

Interaktivierung der Suchmaschinen I (Forward looking SEO with Knowledge Engines)

After playing several roles since 1993 in Research (traditional and online), Media (Sales and Marketing), Project Management, Online Sales (real and virtual Products and Software) and Search Engine "Stuff" (far more than only Optimization) it is now the best time to write a summary and to propose some different approaches for Online-Marketing.

I think that a different approach is necessary because of the increasing number of "products" that are advertised online and because of the time lag between product development and "reaction" by search engines to the new products.

Packaged Software was still a traditional product with a main release date, a packaging, some distribution channels, marketing programs and features that could be advertised against. Those Software was more like Hardware and treated very similar. The different Features of such a Package needn't to be really promoted, the package delivered 90 % of the functionality and for the 10 % you had to buy additional packages.

Software as a Service changes everything: "Google gets ready to rumble with Microsoft", "Microsoft buys FAST Search" and moves "Services into the Cloud", new Partnerships emerge for example in Singapore.

Now with more and more "Features", "Methods" and "Concepts" becoming important the methods of marketing need to change too. Costumers ask more for "Solutions" than for Technical Specifications, and they ask more and more through Search Engines and get used to get great answers.

Marketing in and with Search Engines is really simple if Costumers search for a certain Product (an entity), but not if they search for Features. There is no standard language for example for "I want get less spam, no viruses but don't want to be blocked from interesting stuff". And Features could go into very different fields of personal life or even business tasks that have nothing to do with Computers, Software etc. - so the language is even more vague and not well defined.

I propose here a different approach that takes all this into consideration, delivers metrics and solutions (full text only for contributors to this blog):

1. We need a set of forward looking "concepts" or "trends" to focus our "marketing"
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2. Once the Concepts are extracted for one market we can try to push the same knowledge to other regions in the world with similar populations and languages.
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3. The Optimization against concepts
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4. FAQ:

4.1. How can we optimize against concepts before we have the product / feature for this concept ?
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4.2. What is the main benefit ?
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4.3. Does this mean that - in that case - a Search Engine is spamming itself or another Search Engine ?
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4.4. Isn't that Entropy ?
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4.5. Couldn't everybody do this ?
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4.6. Next Steps ?
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